Bankenstudie veröffentlicht: Quo Vadis ESG-Daten: Wie weit sind unsere Finanzinstitute?

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14. November 2023

Zusammen mit der Frankfurt School of Finance sowie des Datendienstleisters ppa haben wir von openESG eine repäsentative Studie zur Nutzung von ESG-Daten bei deutschen Finanzinstituten veröffentlicht. Die Ergebnisse wurden erstmals auf der 26. Euro Finance Week vorgestellt.

Hintergrund der Bankenstudie


Nachhaltige Wirtschaftstransformation mithilfe von Finanzinstituten

Größere Unternehmen und Konzerne sind aufgrund diverser EU-Regulierungen bereits verpflichtet, ESG-Risiken in eigenen Nachhaltigkeitsberichten offenzulegen.

Neue Vorgaben der Europäischen Bankenaufsicht Eba sowie der deutschen Finanzaufsicht Bafin verpflichten nun auch Banken dazu, Risiken aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung in ihren Geschäftspraktiken zu berücksichtigen. Ein komplexer und aufwendiger Prozess, der für alle Kreditgeschäfte gilt und damit nicht nur zur Herausforderung für Finanzinstitute, sondern auch für Unternehmen wird. Denn die Vorschriften betreffen indirekt auch jene Unternehmenskunden, die bisher keine Nachhaltigkeitsberichte veröffentlichen mussten, von ihren Banken aber zunehmend danach gefragt werden.

Umfang der Studie

Die Studie “Quo Vadis ESG-Daten: Wie weit sind unsere Finanzinstitute?” von openESG, ppa und der Frankfurt School of Finance zeigt auf, wie Banken diese Herausforderung angehen, wie weit sie bereits in der Umsetzung sind und welche Aufgaben zukünftig noch anstehen. An der repräsentativen Studie nahmen insgesamt 63 Geldhäuser teil, darunter alle großen Mittelstandsfinanzierer (Großbanken und Landesbanken) sowie je mehr als 20 Sparkassen und Volksbanken. 

Studie macht Herausforderungen für Unternehmen deutlich

Lieferung von Nachhaltigkeitsdaten aller Unternehmen gefordert

  • 10% aller Banken verlangen ESG-Daten bereits heute von KMU mit weniger als 250 Mitarbeiter
  • 51% der Institute setzen solch einen Schritt derzeit um
  • 33% planen dies in mehr als sechs Monaten


Besonders die Verfügbarkeit, Qualität sowie Vergleichbarkeit der erforderlichen ESG-Daten stellen die Institute vor Probleme. Nicht verwunderlich, dass die befragten Banken die Verantwortung für die Daten bei Ihren Kunden sehen: 94 % verlangen in absehbarer Zeit Nachhaltigkeitsinformationen von ihren mittelständischen Kunden. Doch die Lieferung dieser Daten stellt gerade kleinere Unternehmen ohne bisherige Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung vor große Herausforderungen. Viele Banken räumen ein, dass kleinere Mittelständler bislang häufig nicht in der Lage sind, solche Informationen zu beschaffen. 

Nachhaltigkeitsbilanz von Unternehmen hat Konsequenzen

  • 23% der Banken geben an, dass ESG-Faktoren bereits heute die Kreditvergabe an KMU beeinflussen
  • 11% der Banken haben bei KMU bereits auf Geschäft verzichtet

Damit haben bereits knapp ein Viertel aller Finanzinstitute Kredite aufgrund von Nachhaltigkeitsrisiken entweder verteuert oder das Darlehen verweigert. Etwa jede achte Bank hat aufgrund von Nachhaltigkeitsrisiken sogar bereits auf Geschäfte verzichtet.


Bereits diese zwei Studienerkenntnisse zeigen die Dimension an Herausforderungen für Banken und Unternehmen deutlich auf. Effiziente Lösungen sind unerlässlich, um der anstehenden Transformation zu begegnen. Gerne stellen wir Ihnen alle Kernergebnisse der Bankenstudie und Handlungsempfehlungen zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen!

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